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Wissenswertes zum Cholesterin

Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Zellmembran. Unser Körper benötigt es zur

  • Isolierung der Nervenfasern,
  • zur Herstellung verschiedener Hormone
  • und zur Bildung der für die Verdauung wichtigen Gallensäuren.

Unser Körper pro­duziert täglich zwischen 700 und 900 mg Cholesterin, wobei die Leber der Hauptproduk­tionsort ist. Dieses Cholesterin wird zu einem großen Teil in Form von Gallensäuren in den Darm ausgeschieden.

Zusätzliches Cholesterin wird mit der Nahrung über den Darm aufgenommen. Pro Tag sind das normalerweise etwa 200 mg.

Durch:

  • familiäre Veranlagung,
  • Bewegungmangel,
  • Übergewicht und
  • veränderten Ernährungsgewognheiten mit viel tierischem Fett bzw. überwiegend gesättigten Fettsäuren aus Süßigkeiten und Fastfood

kann das Gleichgewicht des Cholesterinspiegels im Blut häufig nicht aufrecht erhalten werden. Es kommt zu einem Anstieg der Blutfettwerte und erhöht das Risiko einer Arteriosklerose.


Aktiv werden

Körperliche Aktivität ist nicht nur ein nach­haltig wirksames Mittel gegen Überge­wicht, sondern  sie wirkt sich auch besonders günstig auf erhöhte Blutfett- und Cholesterinwerte, Zuckerkrankheit und Bluthochdruck aus.  Personen, die ein wöchentliches Ausdauertraining durchführten, haben eine  längere Lebenserwartung als Untrainierte.

Sie können Ihren Gesundheit doppelt unterstützen, wenn Sie die Veränderung Ihres Lebens­stils auf zwei Beine stellen. Zum einen durch die Umstellung Ihrer Ernährung auf eine leichte Mittelmeerküche — zum Anderen durch ein leichtes Bewegungstraining.

Es muss nicht gleich Leistungssport bzw. viel Power sein. Für den Anfang ist es gut, wenn Sie im Alltag jede Bewegungsmöglichkeit nutzen, z.B. statt des Fahrstuhls lieber einmal die Treppe benutzen und zusätzlich täg­lich eine halbe Stunde spazieren gehen oder Radfahren. Um Ihrer Gesundheit zu unterstützen, sollten Sie erst einmal langsam in Bewegung kommen und dann darauf aufbauen.

Für alle Diabetiker findet 1x wöchentlich Donnerstags im Sportzentrum des SC Melle 03 ein Rehasportprogramm statt, dass Sie hierbei effektiv unterstützen kann.


Essen mit Genuss

Die Ernährung ist ein wichtiger Faktor zur Beeinflussung der Cholesterinwerte. In der Bevölkerung werden neben einer kalorienreichen Kost häufig beonders tierische Fette mit gesättigten Fettsäuren und Cholesterin aufgenommen. Eine Senkung des Körpergewichtes und die Annäherung an die Mediterane Mittelmehrküche wirken sich besonders günstig auf erhöhte Blutfettwerte aus.

Die Zutaten der traditionellen Mittelmeerküche kommen vor allem aus dem Garten: Gemüse in Hülle und Fülle! Olivenöl ist die Hauptfettquelle. Tierische Lebensmittel werden nur in Maßen gegessen. rotes Fleisch nur einige Male pro Monat,



  • Fisch, Geflügel und Eier, einige Male pro Woche
  • fettarme Milchprodukte, täglich in kleinen Mengen
  • Fastfood und Süßwaren wie Schokolade, Kekse u.a. werden nur selten verzehrt
  • Als Durstlöscher dienen in erster Linie Mineralwasser, dünne Saftschorlen oder Tee
  • Über den Tag stets reichlich Gemüse und Frischkost
  • Alkohol wird stets nur in kleinen Mengen getrunken

  

In der Blutprobe

Neben weiteren Risikofaktoren, wie Diabetes, Nikotin, hoher Blutdruck, usw. ist die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, u.a. von der Höhe Ihrer Cholesterinwerte abhängig — diese sollte nach Möglichkeit auf einen optimal niedrigen Wert gesenkent werden:

à Gesamtcholesterin unter 200mg
à LDL-Cholesterin unter 150mg
à HDL-Cholesterin über 35mg
à Triglyceride unter 170mg

Das “böse” LDL aus tierischen Fetten wie Butter, Sahne, fettes Fleisch und Fastfood trans­portiert Cholesterin zu den Zellen, dockt dort an einer speziellen Empfangsstation, dem LDL-Rezeptor an und entlädt seine Fracht. Bei langfristig hohen LDL-Wertem werden die Gefäße stark mit Cholesterinablagerungen belastete und verengen sich – die Durchblutung ist dann u.U. eingeschränkt.

Das “gute” HDL nimmt überschüssiges Cholesterin z. B. aus den Wänden der Gefäße auf und trans­portiert es in die Leber, wo es zu Gallensäuren  verarbeitet und anschließend ausge­schieden wird. Durch regelmäßige Bewegung, ballaststoffreiche Kost mit viel Vollkornprodukten und Gemüse und hochwertigen pfl. Ölen und Fetten lassen sich HDL-Blutspiegel erhöhen.


Der Body-Mass-Index

Ein normales Körpergewicht ist nicht nur im Rahmen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung anzustreben. Generell erhöht sich auch schon bei mäßigem Übergewicht das Risiko an Diabetes und Bluthochdruck zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Zudem werden Knochen und Gelenke durch die Mehrbelastung beansprucht und können auf Dauer ebenfalls zu Problemen führen.

Um diesen Verlauf vorzubeugen und den Körper zu entlasten, reicht häufig schon eine leichte Gewichtsreduzierungen von wenigen Kilogramm.

Das richtige Körpergewicht lässt sich gut mit dem Body-Mass-Index ermitteln. Zeichen Sie 2 Linien in der nebenstehenden Abbildung von Ihrer Körpergröße (Wagerechte) und Ihrem Körpergewicht (Senkrechte) gerade ab. An der Schnittstelle der beiden Linien können Sie dann Ihren Body-Mass-Index ablesen und beurteilen.

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